Julia Höhnel

Mobilitätswerk

Ich arbeite seit September 2018 im Mobilitätswerk. Begonnen habe ich mit einem Praktikum, bin dann als Werkstudentin geblieben und seit dem Abschluss meines Masters bin ich in Vollzeit dabei.

Was genau machst du im Mobilitätswerk?

Ich bin Teamlead für mehrere Mitarbeiter:innen, die sich intensiv mit den Themen Elektromobilität, Ladeinfrastruktur sowie allen angrenzenden Mobilitätsthemen, wie z. B. E-Carsharing, E-Bikesharing oder auch City-Logistik mit E-Lastenrädern, beschäftigen. Wir beraten vorrangig Kommunen und Landkreise dazu, wie diese gute Rahmenbedingungen für die Elektromobilität schaffen können. Insbesondere der notwendige Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur stellt die Kommunen aktuell vor neue Herausforderungen.

Außerdem befasse ich mich intensiv mit empirischen Erhebungen, also analogen oder Online-Befragungen, die wir in vielen Projekten nutzen, um die lokale Bevölkerung, ansässige Unternehmen oder Mitarbeiter:innen der kommunalen Verwaltungen einzubeziehen und relevante Informationen zu erheben. Dafür nutzen wir entweder den Briefweg, ein Online-Befragungstool oder unser eigenes Tool für kartenbasierte Online-Umfragen. Letztere sind besonders nützlich, wenn die Teilnehmenden z. B. Wunschstandorte für Ladeinfrastruktur in einer Stadt verorten sollen.

Wann passt man zum Mobilitätswerk?

Du solltest ein großes Interesse für Mobilitätsthemen haben und im Idealfall auch privat nachhaltig mobil sein, um die Herausforderungen und zahlreichen Mobilitätsangebote möglichst aus eigener Erfahrung zu kennen. Da sich im Mobilitätsbereich aktuell sehr viel tut, neue Angebote entstehen und immer wieder neue Förderprogramme bekannt gegeben werden, solltest du flexibel und vielseitig interessiert sein, um möglichst viel Wissen aufzunehmen und an unsere Kund:innen weiterzugeben. Wir arbeiten zwischen den verschiedenen Teams in unserem Unternehmen eng zusammen. Dabei ist es uns wichtig, immer die Augen offen zu halten, um Prozesse zu optimieren und auch von den Erfahrungen der Kolleg:innen zu profitieren. Du solltest also mitdenken und deine Anregungen einbringen.

Warum sollte man deiner Meinung nach beim Mobilitätswerk arbeiten?

Für mich ist der Klimaschutzgedanke der Wichtigste. Die deutschen Klimaschutzziele können nur erreicht werden, wenn die einzelnen Kommunen mitziehen. Der Verkehr hat einen wesentlichen Anteil an den verursachten Treibhausgasemissionen. Wir als Mobilitätswerk unterstützen Kommunen dabei, attraktive Mobilitätsangebote als Alternative zum privaten Pkw mit Verbrennungsmotor zu schaffen. Es geht uns also nicht um eine reine Ersetzung der privaten und gewerblichen Fahrzeuge durch elektrische Modelle, sondern vorrangig sollen Wege im privaten und beruflichen Kontext mit Verkehrsmitteln des Umweltverbundes zurückgelegt werden. Mir gefällt besonders die Vielfalt der Themen, mit denen wir uns täglich beschäftigen. Außerdem unser junges Team, der lockere Umgang untereinander und die hohe Eigenverantwortung bei unserer Arbeit.

Dein lustigster oder lehrreichster Moment im Mobilitätswerk?

In unserem Job sind wir (außerhalb von Pandemien) viel mit der Bahn in Deutschland unterwegs. Im September 2021 war ich mit einer Kollegin bei einem Vor-Ort-Termin in Kiel. Um im Anschluss noch den Zug nach Dresden zu erreichen, wollten wir das dortige Bikesharing-Netz nutzen. Leider gab es an der nächstgelegenen Station nur noch ein normales Fahrrad und zwei Lastenräder. Also bin ich 25 min mit dem Lastenrad zum Bahnhof gesprintet und wir haben den Zug gerade noch so bekommen.